cFosSpeed ist der offizielle Internet Beschleuniger für ASUS, GIGABYTE, ASRock und MSI Gaming Produkte

Nutzer von Breitband-Anschlüssen wollen das letzte Quäntchen Speed aus ihrem Anschluß herauszuholen. Aber auch Schmalband-Nutzer können von Internet Tuning-Techniken profitieren.

Welche Tuning Möglichkeiten gibt es noch?

Registry Tweaks

cFos bzw. cFosSpeed stellen die Registry-Werte für die TCP/IP Parameter automatisch auf optimnale Werte ein. Man kann diese Parameter aber auch mit dem Registry-Editor von Hand einstellen:

  • MTU/MSS:
    Gibt die Paketgröße an. Je größer die Pakete, desto geringer der Header-Anteil, desto größer der Anteil der Nutzdaten. Bei einer Paketgröße von 500 Byte liegt der Anteil für die TCP/IP-Header bei knapp 10%. Bei einer MTU von 1500 Byte nur noch bei 3%. Die MTU wird heutzutage mittels "Path MTU Discovery" automatisch auf den maximal möglichen Wert gesetzt, den alle beteiligten Knoten gerade noch senden können. Daher braucht man ihn nicht einzustellen. Bei DSL/PPPoE beträgt die MTU maximal 1492 Byte. Oft bringt ein knapp unter 1492 liegender Wert kleine Speed-Gewinne. cFos bzw. cFosSpeed paßt die MTU daher entsprechend an.

  • TcpWindowSize:
    Dieser Parameter gibt die Anzahl der Byte an, die das entfernte TCP versenden darf, bevor es auf eine Empfangsbestätigung warten muß. Bleibt diese aus, muß der Sender warten und es kommt zu drastischen Einbrüchen in der Transferrate. Solange der Benutzer keinen anderen Wert vorgibt, stellt Windows diesen Wert nach einer Faustregel in Abhängigkeit von der Paketgröße ein (12 * MSS). Je größer die Latenz (Ping-Zeit zur Gegenstelle), desto größer muß die TcpWindowSize sein, damit der Sender nicht warten muß. Die beötigte Window-Size richtet sich nach der verfügbaren Bandbreite (B) und der Ping-Zeit (T) zur Gegenstelle. Window-Size W = B * T. Für heutige Bandbreiten reicht die Windows-Standardeinstellung nicht aus. Daher schrauben diverse Tuning Programme diesen Wert stark in die Höhe. Damit erreicht man beim Download wieder die maximal mögliche Geschwindigkeit. Bei gleichzeitigem Upload konkuriert dieser aber mit den Empfangbestätigungen des Downloads, so daß hier die Transferrate trotzdem einbricht. Riesige TcpWindowSize Werte erhöhen außerdem die Latenz, was z.B. bei VoIP-Gesprächen stört. Ab TcpWindowSize Werten von 64K und größer steigt die Latenz auf mehr als 400ms, ein inakzeptabler Wert für VoIP. Gute Ping-Zeiten und gleichzeitig hohe Transferraten erreicht man mit Traffic Shaping, s. unten.

  • TTL:
    Dieser Wert gibt an, wie oft ein Paket bis zum Ziel von Knoten zu Knoten weitergereicht werden darf. Änderungen dieses Wertes haben keinerlei Auswirkungen auf die Geschwindigkeit. Stichwort: Placebo-Software!

Traffic Shaping

Der nächste logische Schritt ist Traffic Shaping. Hierbei werden vor dem Senden die Datenpakete ihrer Wichtigkeit nach sortiert, so daß die zeitkritischen Daten schneller verschickt werden. Download laufen dann trotz gleichzeitiger Uploads mit voller Geschwindigkeit. Eine detailierte Darstellung findet sich hier. Ein gutes Traffic Shaping Verfahren sollte dafür sorgen, daß nie zuviele Daten gleichzeitig unterwegs sind. Dies wirkt sich unmittelbar auf die Ping-Zeit aus. Es hat entscheidenden Einfluß auf die Reaktionszeit bei Spielen (lag) und die Sprachqualität bei Voice-over-IP (VoIP). Je mehr Protokolle das Traffic Shaping unterscheiden und entsprechend priorisieren kann, desto reaktiver wird das System, wenn mehrere Anwendungen gleichzeitig laufen. Beispielsweise kann Traffic Shaping, mittels Layer-7 Analyse, auch das Surfen beschleunigen, wenn es die dazugehörigen HTTP und DNS Anfragen priorisiert. Ebenso sollten FTP command, Telnet, SSH, IRC und ähnliche Protokolle priorisiert werden. Traffic Shaping sorgt für hohe Datentransfer-Raten bei gleichzeitig niedrigem Ping. Dies kann man nicht mit höherer Bandbreite ausgleichen, da auch hier bei Auslastung des Anschluß die Ping-Zeit steigt.

Datenkompression

Gut ist, wenn man die Nutzdaten und/oder die Protokolldaten komprimieren kann. hierzu bieten Web-Server die sogenannte GZIP Kompression, die Texte in Webseiten vor der Übertragung auf etwa die Hälfte komprimiert. Dies funktioniert mit gängigen Browsern, wie Internet Explorer, Firefox/Mozilla und Opera. Bei älteren Browsern schaltet der Web-Server die Datenkompression ab. Daher spricht unseres Wissens nichts gegen den Einsatz von GZIP. Leider kann dies nur vom Betreiber des Webservers eingestellt werden. Bei Modems kommt V.42bis- und bei ISDN die Stac-Datenkompression zum Einsatz. Hier werden hautsächlich Texte zwischen dem Einwahlknoten und dem Modem bzw. der ISDN-Karte auch auf etwa die Hälfte der Datenmenge reduziert. Diese Kompressionsverfahren bringen also bei gut komprimierbaren Daten, wie Texten, fast eine Verdoppelung der Geschwindigkeit in beide Richtungen. Bei GZIPten Daten und bei den meisten Bildern, die heutzutage den größten Anteil am Webseiten-Traffic ausmachen, bringt diese Kompression nichts. Die VJ-Kompression (auch IP-Header Kompression genannt) verkleinert nicht die Nutzdaten, sondern die Protokolldaten. Ein TCP/IP Header kann hier von 40 Byte auf 3 Byte reduziert werden, wodurch der Overhead bei im Schmalbandbereich üblichen Datenpaketen von 576 Byte Größe von ca. 7% auf ca. 0.5% sinkt. Dies ist als besonders bei Schmalbandverbindungen für Modems und ISDN interessant. VJ-Kompression kommt bei Breitband-Verbindungen fast nie zum Einsatz. Hier möchten die DSL- und Kabel-Anbieter dem Endkunden lieber mehr Bandbreite verkaufen.

Download-Beschleuniger

Viele Server lassen pro Verbindung nur Downloads mit einer vorher eingestellten Maximalgeschwindigkeit zu. Die Idee der Download-Beschleuniger ist daher, pro Download mehrere Verbindungen zum Server aufzubauen und die gewünschte Datei in zwei oder mehr Segmenten gleichzeitig zu laden. Dadurch ergibt sich in vielen Fällen eine höhere Gesamt-Download-Rate.

Web-Beschleuniger

Durch Surfen mit dem Handy über die typischerweise sehr langsamen Funkverbindungen kommt der Wunsch auf, Webseiten möglichst vorkomprimiert zu laden. Dies kann auch bei Modem und ISDN Verbindungen interessant sein. Anbieter von Web-Beschleunigern unterhalten daher eigene breitbandig ans Internet angebundene Server, die die gewünschten Daten erst laden und dann komprimiert durch das Nadelöhr Modem, ISDN oder Funknetz schicken. Da der durch herkömmliche Kompressions-Verfahren erzielbare Gewinn wegen der großen Bilddaten nur marginal ist, gehen die Web-Beschleuniger dazu über, die Bilddaten zu manipulieren. Um hier einen Gewinn zu erziehlen, werden die Bilder in ihrer Auflösung und Farbtiefe reduziert. Dies ist bei Handys mit ihrem ohnehin kleinen Display wünschenswert, kann aber bei Desktop-Anwendungen zu sichtbaren Qualitätsverlusten führen. Um die Dienste eines Web-Beschleunigers nutzen zu können, muß man einen entsprechenden Browser-Aufsatz installieren und monatliche Zusatzgebühren zahlen. Bei Breitband-Verbindungen bringt der Einsatz von Web-Beschleunigern nur wenig spürbare Geschwindigkeitsgewinne. Diesem steht eine Erhöhung der Latenz gegenüber, da zwischen Server und Client der Web-Beschleuniger geschaltet ist.

Schnellerer Anschluss

Ein Tarifwechsel zu einer höheren Geschwindigkeit ist sicher der zuverlässigste Weg, die Bandbreiten und damit die Transfer-Raten zu verbessern. Allerdings verbessert sich die Ping-Zeit dadurch nicht. Genausowenig wird verhindert, da der Download bei gleichzeitigem Upload einbricht. Daher sollte man ein Upgrade auf höhere Bandbreite mit Traffic Shaping kombinieren.

Gegenüberstellung der verschiedenen Tuning Methoden:

Tuning MethodenVorteileNachteile
Registry Tweaksevtl. Geschwindigkeits-Gewinn
kostenlos erhältlich
höhere Latenz
Traffic ShapingGeschwindigkeits-Gewinn
gute Pingzeiten
-
Datenkompressionteilweise Geschwindigkeits-Gewinn
z.B. bei Texten
-
Download-BeschleunigerGeschwindigkeits-Gewinn,
je nach Gegenstelle
-
Web-BeschleunigerGeschwindigkeits-Gewinn beim Surfen
 
höhere Latenz, Qualitätsverluste
Schnellerer AnschlussGeschwindigkeits-Gewinn
 
-
 

Links

"TCP/IP-Tuning
Tuning-Tipps nicht nur für Windows-PCs unter der Lupe"
@ heiseNetze